Über mich


Mein Name ist Hannah Engler, ich wurde 1987 in Mönchengladbach geboren.

Als ich fünf Jahre alt war, zogen meine Familie und ich nach Aachen, in ein Reihenhaus. 1996 dann einen Kilometer weiter, auf den kleinen Bauernhof "Gut Eliashofen", wo ich bis heute mit meiner Mutter und meinen beiden Söhnen Florian (geboren 2011) und Manuel (geboren 2012) wohne.

Ich verbringe gern Zeit draußen und meine Hobbys sind Parkour  (was ist das?), Klettern und Schwimmen. Seit 2010 arbeite ich nebenberuflich als Stuntfrau für Film, Fernsehen und Lifeshows mit und ohne Pferde.
Die Hufpflege spielt derzeit ebenfalls nur eine Nebenrolle, weil mein Hauptschwerpunkt gerade auf der Ausbildung von Reitern und Pferden liegt.

Ich interessiere mich für Sprachen, spreche (bisher...) fließend Englisch, Französisch & Niederländisch.

So oft ich Zeit dazu habe, nehme ich an Seminaren teil, denn ich lerne gern Neues. Gesunde Ernährung und glückliche Lebensweise interessieren mich besonders.

Ehrlichkeit bedeutet mir sehr viel - vor allem immer wieder selbstkritisches Hinterfragen dessen, was man tut. Nur so ist man immer auf dem aktuell bestmöglichen Stand und "schläft nicht ein in seinem Alltagstrott".

Ich liebe es, meine Arbeit zu dokumentieren, um andere an dem Wissen und der Veränderung teilhaben zu lassen. Teilweise schneide ich aus diesem Material Videos zusammen, die ihr auf meinem YouTube-Kanal finden könnt.



Zum Weiterlesen:

  • Wie ich zu den Pferden kam
  • Wieso ich mit der Hufplege begann
  • Warum ich nicht "einfch nur ein normaler Reitlehrer" bin - RWYM
  • Qualifikationen
  • Mein Wunsch für die Zukunft
  • Zu guter Letzt...

Wie ich zu den Pferden kam

Mit ungefähr 9 Jahren begann ich, in Reitställen zu reiten. Meine Familie und ich wohnten schon damals auf unserem Bauernhof, so konnte ich mit 11 Jahren mein erstes eigenes Pony bekommen, Valento:

^ Hier war ich etwa 12 Jahre alt

Ich ritt wöchentlich in mehreren verschiedenen Reitställen und dadurch bei unterschiedlichen Reitlehrern. Überall "nahm ich etwas mit". Auch wenn ich die Atmosphäre nicht besonders schön fand und es mir oft nicht gefiel, wie die Schulpferde behandelt wurden: wie Sportgeräte. Wenn etwas nicht funktionierte, bekamen sie "einen auf den Frack".

Diese Einstellung teilte ich nicht und auch, als ich später begann, an Turnieren teilzunehmen, ritt ich immer pro-Pferd; nicht nur leistungsorientiert, sondern aus Spaß. Und trotzdem (oder gerade deshalb) errang ich mit meinen Ponies häufig Platzierungen.

Nachdem ich besser und ambitionierter wurde, kauften wir 2004 eine Warmblutstute, weil ich auch an höheren Prüfungen teilnehmen wollte. Dieses Pferd war "Roxana" (Vater-Vater Rubinstein I) und damals gerade 5 Jahre alt geworden.

Mittlerweile heißt Roxana "Rubina", ich habe sie damals umgetauft.

^ Rubina

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Wieso ich mit der Hufpflege begann

Rubina hatte vorne Hufeisen, als wir sie bekamen.

Wir hielten unsere Pferde in Offenstallhaltung und hatten damals erheblich weniger Weideland zur Verfügung, als heute. Ein beschlagenes Pferd hätte mehr Boden zertrampelt, als eines, das keine Hufeisen hatte. Daher beschlossen wir, ihr die Eisen abnehmen zu lassen. Immerhin liefen all unsere bisherigen Pferde barhuf.

 

^ während Rubina´s und meinem ersten Training, lockeres
an-den-Zügel-heran-Dehnen mit mir im Remontensitz, also im "entlastenden Sitz".
Damals hatte sie noch beschlagene Vorderhufen und ein Trensengebiss.

Bei Rubina stellte sich das Barhuflaufen jedoch als deutlich schwieriger heraus, als bei unseren anderen Pferden. Direkt am zweiten Tag riss sie sich beide Eisen auf der Wiese ab, also noch bevor wir einen Termin mit dem Schmied vereinbart hatten. Dann begann sie sofort, schlecht zu laufen.
Sie hatte sehr kleine, steile Hufe. Der rechte Vorderhuf war ein "Bockhuf", also außergewöhnlich eng und steil. Der Linke war ebenfalls klein und zusätzlich aber auch noch schief. Der Schmied, den wir damals hatten, sagte, er könne daran nichts machen. Die Hufform sei gegeben und wahrscheinlich ererbt. Er sagte ebenfalls, dass sie ihr Leben lang Hufeisen brauchen würde.

Wir entschlossen uns dennoch, keine neuen Eisen aufnageln zu lassen, sondern erst einmal abzuwarten. Ihre Hufe wurden etwas beigeschnitten und ich hoffte, dass sich die Lahmheit geben würde.

Nachdem sie jedoch weiterhin sehr schlecht lief, rief ich auch eine Tierärztin aus der Region an, um Röntgenaufnahmen machen zu lassen. Ich hatte Angst, dass Rubina an "Hufrolle" leiden könnte, also an einer Entzündung des Strahlbeinbereiches mit dem Schleimbeutel.
Es schien uns zwar unwahscheinlich, da wir beim Kauf aktuelle Röntgenbilder erhalten hatten, aber Sorgen machte ich mir trotzdem.

^ Rubina am Ende unseres ersten Trainings

Die Röntgenaufnahmen zeigten, dass keine direkte Ursache für die Lahmheit diagnostiziert werden konnte, aber wir fanden heraus, dass sie einen sehr schiefen Gelenkstand hatte und wurden informiert, dass sie "noch höchstens drei Jahre" haben würde, bevor sie "so kaputt" wäre, dass wir sie in Rente würden schicken müssen - ein dann acht Jahre altes Pferd. In Aussicht gestellt wurden uns bald schon auftretende Arthrose und ein erhöhtes Hufrolle-Risiko.

Nachdem ich sie nun aber in den ersten Tagen schon sehr lieb gewonnen hatte, beschlossen wir, sie entgegen aller Vernunft trotzdem zu behalten - auf die Gefahr hin, dass sie vielleicht nie voll belastbar sein und mein Tuerniertraum dadurch platzen würde.

^ Rubina macht Pause... ich auch.

Es war Zufall, dass wir zu dieser Zeit etwas von "Hufheilpraktikern" hörten - mir war damals gar nicht bewusst, dass es für die Hufbearbeitung noch etwas anderes gab, als Hufschmiede.

Die Erklärungen des damals gerufenen Hufheilpraktikers nach Dr. Strasser überzeugte mich so sehr, dass ich zunächst ein Grundseminar besuchte und danach beschloss, selber die zweijährige Ausbildung zur Hufheilpraktikerin zu machen. Im Februar 2006 (ich ging damals noch zur Schule) begann ich mit der Ausbildung. Die Abschlussprüfung legte ich erfolgreich im Februar 2008 ab, vier Monate später dann mein Abitur. (Hier möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei meinen Lehrern der Freien Waldorfschule Aachen bedanken, die mir all dies ermöglicht haben und sehr viel Verständnis für mich hatten.)

Ich muss sagen, dass ich es zunächst sehr schwierig fand, zu akzeptieren, dass viele Dinge, die ich zuvor gelernt hatte, nicht ganz richtig oder sogar einfach falsch waren. Die ersten Tage nach der Teilnahme am Straßer-Grundseminar waren nicht einfach für mich. Ich hatte die Wahl, alles mögliche zu ändern - oder so weiter zu machen, wie bisher und zu versuchen, dass Gelernte zu vergessen.

Ich bin heute sehr glücklich darüber, die Dinge angenommen zu haben. Mein Umgang mit Pferden hat sich komplett verändert und ich habe vorher nicht mal annähernd so viele beglückende Situationen erlebt, wie jetzt - mit mehr Verständnis und Bewusstsein für bestimmte Dinge. Ich kann aber auch verstehen, wenn Menschen ihren momentanen Weg nicht "ändern" möchten. Es ist ein großer Schritt, einzusehen, dass man zuvor vieles falsch gemacht hat und dadurch dem Pferd mehr geschadet als genutzt hat.
Allerdings geschah es zuvor versehentlich - das war auch, was mir damals klar wurde: "vorher hast Du Sachen unabsichtlich falsch gemacht. Wenn Du es jetzt weiterhin machst, wüsstest Du es eigentlich besser." Also fing ich an, diverse Dinge zu ändern.

Die Ausbildung vermittelte mir ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zwischen dem Wohlbefinden des Pferdes, den Hufen, der Pferdehaltung und der Art des Reitens.

Mittlerweile nehme ich wieder an Turnieren teil; mit gewachsenem Verständis für die Zusammenhänge - und hoffentlich als gutes Beispiel dafür, dass es auch anders geht.

Ich bin mir sicher, dass selbst in den höheren Klassen des heutigen Pferdesports die Möglichkeit besteht, bestimmte Dinge in der Haltung oder anderen Bereichen neu zu überdenken und dadurch dafür zu sorgen, dass die Pferde noch gesünder, motivierter und glücklicher sind. Leistungsbereitschaft und Nutzung müssen nicht im Widerspruch stehen mit >natürlicher Haltung, richtiger Hufpflege und Reitweise<. Im Gegenteil, viele Dinge würden einfacher, billiger und angenehmer.

Ich arbeite mitlerweile NICHT mehr "nach der Methode Dr. Straßer", da ich mich nicht mehr mit vielem identifizieren kann, was dort gelehrt wird, seitdem Frau Dr. Straßer die Leitung abgegeben hat. Auch meine Tätigkeit im Vorstand des VdHp (Verbands der Hufpfleger und Hufheilpraktiker nach Dr. Straßer e.V.), die ich mehrere Jahre lang ausübte, legte ich von mir aus 2010 nieder, als ich feststellte, dass die neu gesteckten Ziele nicht mit meiner Überzeugung vereinbar waren und es in meinen Augen nicht mehr primär um das Wohl Pferd ging.

Seitdem arbeite ich unabhängig von Verbänden und Namen und bilde mich in jede Richtung weiter, immer im Bestreben, dabei den für das Pferd angenehmsten und gesündesten Weg zu finden.

^ Rubina 2007 beim Grillen mit uns

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Warum ich nicht "einfach nur ein normaler Reitlehrer" bin - RWYM

Nachdem ich durch die Hufpflege und all die hunderte von Pferden, die ich dadurch traf, schon sehr ganzheitlich orientiert war, brachten ich die Schwangerschaften dazu, noch ein weiterers Berufsfeld zu erkunden: mit Baby im Bauch konnte ich weder gut Hufe schneiden, noch Stunts ausführen. Also legte ich die Prüfung zum Trainer C ab (alle Vorqulifikationen besaß ich bereits..). "Normales Schema F" war noch nie meins, ich strebe grundsätzlich nach Effektivität und Harmonie.

Durch eine "Hufkundin" fand ich zur Wanless Methode aus England: RWYM (für Ride With Your Mind - also frei bersetzt "reite mit Köpfchen"). Da die freundliche, verständnisvolle Herangehensweise an den Schüler und die effektiven Erklärungen genau das waren, was ich suchte, war ich in Minuten überzeugt, (m)einen neuen Weg gefunden zu haben. Ganz deutlich machte mir dies meine Araberstute, die innerhalb von zwei "Sessions" begann, elastisch schwingen über den Rücken zu laufen, woran ich zuvor montelang mit nur mäßigem Erfolg gearbeitet hatte.

Nach einigen Kursen in England, bei Mary selbst, traute ich mich, ihr meine Fall-Dokumentationen einzureichen und bestand mit Bravour. Seitdem bin ich eine von zwei Trainerinnen, die permanent in Deutschland unterrichten und ich liebe diese Arbeit sehr.


Qualifikationen

Ich nehme regelmäßig an Seminaren und Prüfungen teil. Auszug:

  • Trainer C FN
  • Berittführer FN
  • Zertifizierte Trainerin nach Mary Wanless, England, (RWYM)
  • DRA III
  • DLA III
  • VFD Fahrabzeichen
  • 1. Hilfe am Pferd KPA
  • Sachkundenachweis für Pferdehalter KPA
  • EG-Befähigungsnachweis zum Transport von lebenden Wirbeltieren
  • Erlaubnis nach $11 Tierschutzgesetz für das Halten und zur Schau stellen von Wirbeltieren

Ich interessiere mich für viele weitere Dinge, deshalb fahre ich gern zu Workshops und Kursen rund um Pferde (zB. "Kavaletti-Training mit Ingrid Klimke", "Osteopathie für Pferde", "Reiten nach Feldenkrais", "Homöopathie für Pferde", "Zirzensik" etc.).


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Mein Wunsch für die Zunkunft

Ich wünsche mir, dass immer mehr Pferdebesitzer ihre Tiere besser verstehen. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass all die Pferde, die jetzt stumm darunter leiden, dass sie nicht "aua" oder "nein" sagen können, eine bessere Zukunft haben und  gesund und glücklich sein dürfen. Ich möchte mich einsetzen dafür, dass "ihre Menschen" erleben, wie viel Glück und Freude es bereitet, mit seinem Pferd als Partner zusammenzuarbeiten, anstatt als Diktator.

Ich möchte nicht, dass "es" vor allem bei mir klappt. Ich möchte, dass es bei anderen klappt. Nichts von dem, was ich weiß, würde ich zurückhalten - ich möchte nicht besser sein als andere und glänzen oder bewundert werden. Ich möchte, dass alle sich mit ihren Pferden wohl fühlen - und die Pferde sich mit ihnen... und ich möchte  ständig dazulernen und mich über solche Dinge mit anderen austauschen.

Zu guter Letzt...

... würde ich hier gerne noch ein "Gedicht" einstellen, das mir sehr gefällt. Ich habe es aus dem Englischen übersetzt, finde aber, dass es in seiner ursprünglichen Sprache noch schöner klingt...

  "Einfach nur ein Pferd"

Von Zeit zu Zeit sagen mir die Leute "wach mal auf, es ist nur ein Pferd" oder "das ist ziemlich viel Geld nur für ein Pferd". Sie verstehen nicht die in Kauf genommenen  Strecken, die verbrachte Zeit, oder das "nur für ein Pferd" ausgegebene Geld.
Einige meiner stolzesten Momente haben sich mit "einfach nur einem Pferd" abgespielt. Viele Stunden sind vergangen und meine einzige Begleitung war "einfach nur ein Pferd". Einige meiner traurigsten Momente sind durch "einfach nur ein Pferd" verursacht worden, und in diesen Tagen der Dunkelheit gab mir der weiche Stups "einfach nur eines Pferdes" Trost und Grund, den Tag überstehen.
Wenn auch Du denkst, dass es "einfach nur ein Pferd" ist, dann wirst Du wahrscheinlich auch Sätze wie "einfach nur ein Freund", "nur ein Sonnenaufgang" oder "nur ein Versprechen" verstehen.

"Einfach nur ein Pferd" bringt die tiefste Essenz von Freundschaft, Vertrauen und purem, ungezügeltem Glück in mein Leben. "Einfach ein Pferd" holt in mir das Mitgefühl und die Geduld hervor, die mich zu einem besseren Menschen machen. Wegen "einfach nur eines Pferdes" werde ich früh aufstehen, weite Wege auf mich nehmen und mit Verlangen in die Zukunft blicken. Deshalb: für Leute wie mich ist es nicht "einfach nur ein Pferd", sondern die Verkörperung all der Hoffnungen und Träume der Zukunft, die stolzen Erinnerungen der Vergangenheit und das pure Glück der Gegenwart. "Einfach nur ein Pferd" bringt meine guten Seiten hervor und lenkt meine Gedanken ab von mir selbst und den täglichen Sorgen.
Ich hoffe, dass Du eines Tages verstehen kannst, dass es nicht "einfach nur ein Pferd" ist, sondern das, was mich zu mir macht und mich davon abhält, "einfach nur eine Frau" oder "einfach nur ein Mann" zu sein. Darum, wenn Du das nächste Mal den Satz "einfach nur ein Pferd" hörst, lächle einfach, denn sie verstehen "einfach nur" nicht.

(Unbekannter Autor.)

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